Apitherapie: Die Wundersam Bienengift

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Apitherapie

Obwohl der Name Apitherapie uns ziemlich neu vorkommt, geht der Ausdruck auf bis zu tausend Jahre zurück. Die meist bekannte Information über Apitherapie ist, dass es „eine Behandlung mit Bienengift“ ist. Jedoch sind Apitherapie-Produkte viel mehr als nur das.

Das Wort Apitherapie leitet sich von Apis Mellifera ab, was auf lateinisch Honigbiene bedeutet, und von Therapia, was der lateinische Ausdruck für Therapie ist. In dessen Definition steht, dass es die Gesundheit schützt, Krankheiten vorbeugt und diese behandelt.

In welchen Situationen kann es angewendet werden?

In welchen Situationen kann es angewendet werden

Bienenprodukte wie Honig, Propolis, Gelée Royale und Pollen sind nicht nur nahrhaft, sondern auch reich an Antioxidantien. Daher werden bei der Apitherapie vor allem die immunsystemstärkenden und regulierenden Wirkungen genutzt. Honig wird auch zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen verwendet. Bienengift wird bei einigen neurologischen Krankheiten (MS, ALS, Parkinson, usw.) und rheumatischen Erkrankungen (RA, rheumatische Spondylitis usw.) sowie bei schmerzhaften Zuständen wie Myalgie, Fibromyalgie, Arthralgie, Neuralgie verwendet.

Eine wichtige Erinnerung: Honig und Bienengift können Allergien auslösen. Allergikern wird deshalb deren Anwendung nicht empfohlen.

Bei wem kann Apitherapie angewendet werden?

Die Apitherapie ist seit Tausenden von Jahren in der traditionellen Behandlung bekannt und praktiziert. Es ist jedoch nicht für Menschen mit Allergien und Überempfindlichkeit gegen Bienen und Bienenprodukte geeignet.

Das Immunsystem von Säuglingen, unter einem Jahr, ist nicht so weit entwickelt, wie bei Erwachsenen. Daher werden Bienenprodukte wie Honig und Pollen für Babys unter einem Jahr nicht empfohlen.

Die in der traditionellen Behandlung weit verbreitete Anwendung von Bienengift, wird Kindern unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Ebenso kann die Bienengiftbehandlung für diejenigen gefährlich sein, die unter Organversagen, schweren Infektionen und Leberprobleme leiden.

Bei welchen Behandlungen ist es anwendbar?

Der Hauptnutzen von Bienenprodukten für die menschliche Gesundheit ist die Stärkung des Immunsystems und der Schutz vor Krankheiten. In dieser Hinsicht wird Apitherapie zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

In der Apitherapie wird Honig seit Jahrhunderten zur Behandlung von Hautwunden und zur Regulierung des Verdauungssystems verwendet.

Bienengift wird bei Neuralgie, Fibromyalgie, rheumatischer Arthritis, MS, ALS, Parkinson und Lyme-Borreliose eingesetzt, die durch Gelenkmuskelprobleme verursacht werden.

Anwendung des Bienengifts bei der Behandlung

Die in der Apitherapie am häufigsten angewandte Methode ist die Behandlung mit Bienengift. Bei der Behandlung mit Bienengift wird entweder die Nadel der lebenden Biene, Bienengift enthaltend Extrakte oder Bienengiftcreme angewendet.

Vor der Injektion von Bienengift in die Haut muss unbedingt festgestellt werden, ob eine Bienengiftallergie vorliegt. Da die Wirkung von Bienengift von Person zu Person unterschiedlich ist, variiert die Häufigkeit der Verabreichung von Patient zu Patient.

Produkte wie Propolis, Gelée Royale, Pollen und Honig, die für die Apitherapie verwendet werden, müssen einer chemischen Analyse unterzogen werden und jegliche Qualitätskontrollen müssen abgeschlossen werden, bevor sie angewendet werden.

Wissenswertes über Bienengift und Apitherapie

Wissenswertes über Bienengift und Apitherapie

Die ersten 30 Minuten nach dem Auftragen des Bienengifts sind besonders wichtig. Bei der ersten Verabreichung sollte der Patient mindestens 30 Minuten lang beobachtet werden. Jede Komplikation sollte einem qualifizierten medizinischen Fachpersonal gemeldet werden.

Die Dosierung des Bienengifts ist besonders zu beachten. Ein eigentlich nützliches Naturprodukt kann bei Überdosierung seriöse Gesundheitsprobleme verursachen. Vor der Anwendung sollte deshalb fachkundige Hilfe genommen werden.

Honig wird bei Hautverbrennungen- und wunden benutzt. Der zu beachtende Punkt hierbei ist, das Honig nicht auf dem Auge anzuwenden. Darüber hinaus sind auch die Säurewerte und die Reinigung des auf die Haut aufzutragenden Honigs wichtig. Honig mit einem sehr niedrigen PH-Wert sollte nicht auf das Auge aufgetragen werden.

Der Inhalt der Propolis-Produkte kann je nach Flora und Produktionsbedingungen der Region, in der es gewonnen wird, variieren. Propolis, das aus einem vegetationsreichem Gebiet gesammelt wird, weist auch eine hohe biologische Aktivität auf. Daher sollten Propolis-Produkte bevorzugt werden, bei denen der Produktionsort und die Produktionsbedingungen bekannt sind.

Die Bienengiftallergie kann von Person zu Person variieren. Jemand, der vorher von einer Biene gestochen wurde und nicht allergisch reagierte, kann später trotzdem eine Allergie entwickeln. Ebenso können allergische Reaktionen auch nach Bienentyp variieren. Wer bei dem Stich eines Bienentypes nicht allergisch reagierte, kann bei einem anderen Bienentyp allergisch reagieren.

Nach Bienenstichen können Rötungen, Juckreize, Schwellungen und leichte Schmerzen vorkommen. Dies sind die erwarteten Auswirkungen von Bienenstichen und nehmen nach einem Tag ab. Alle anderen oder schwerwiegenderen Reaktionen sollten dem einem Arzt gemeldet werden. Ein seriöses Anzeichen nach einem Bienenstich ist die Verschlechterung der Gesundheit des Patienten und das passiert meistens innerhalb von 15-20 Minuten.

Wer darf die Apitherapie anbieten?

Wer darf Apitherapie anbieten

Apitherapie-Anwendungen sollten von Experten durchgeführt werden, die von offiziellen Institutionen zertifiziert wurden.

Apitherapie und Propolis

Apitherapie und Propolis

Propolis ist ein Naturprodukt, das von Bienen hergestellt wird, um den Bienenstock vor Mikroorganismen, Viren und Bakterien zu schützen. Als natürliche Quelle von Antioxidantien wird es seit Tausenden von Jahren bei der Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt.

Propolis ist ein Produkt, das aufgrund seiner antiseptischen, antibakteriellen, antiviralen, antimykotischen und entzündungshemmenden Wirkung in der Apitherapie eingesetzt wird. Nun, gegen welche Krankheiten wirkt das Propolis?

Untersuchungen legen nahe, dass Propolis eine wichtige Rolle bei der Apitherapie spielt. Einige Krankheiten, bei denen Propolis wirksam ist: Infektionen der Atemwege, Hautkrankheiten (Herpes, Pilze, Allergien, Verbrennungen, Abszesse), Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, Ohren-, Nasen-, Hals- und Verdauungsstörungen (Parasiten, Geschwüre, Reflux).

Gelee Royal in der Apitherapie

Gelee Royal in der Apitherapie

Gelee Royal ist eine spezielle Substanz, die Bienen aus ihrem Körper absondern, um ihre Jungen zu füttern. Es ist auch die Hauptnahrungsquelle für Bienenköniginnen und Larven. Die mit Gelée Royale gefütterte Bienenkönigin entwickelt sich doppelt so schnell wie die anderen Bienen und hat ein längeres Leben.

Die wachstumsfördernden und alterungshemmenden Wirkungen von Gelée Royale haben die Menschen veranlasst, sie für Gesundheits- und Behandlungszwecke zu verwenden. Gelée Royale wird als Immunitätsstärker, Stoffwechselbeschleuniger, Antioxidant, Entzündungshemmung und Antibakterium bei der Apitherapie eingesetzt.

Gelee Royale und Unfruchtbarkeit

Die zunehmenden Forschungen über Gelee Royal haben dazu geführt, dass neue Vorteile des Produkts für die menschliche Gesundheit festgestellt wurden. Kürzlich wurde herausgefunden, dass Gelée Royale positive Ergebnisse bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit liefert.

Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Gelee Royal durch die Regulierung der Hormonspiegel das Schwangerschaftspotenzial der Frauen erhöht. Nach einer Forschung wurde festgestellt, dass Gelee Royal, das Hormon Progestron um 47% steigert. Progestron ist das Hormon, dass die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vorbereitet.

Eine ähnliche Studie wurde bei Männern durchgeführt und die Wirkung von Gelée Royale auf die Behandlung von Unfruchtbarkeit bei Männern untersucht. In der Studie zeigte sich ein signifikanter Anstieg des männlichen Hormonspiegels im Vergleich zur Placebogruppe bei Probanden, die 6 Monate lang ein Getränk mit 300 mg Gelée Royale pro Tag erhielten.

Apitherapie und Honig

Apitherapie und Honig

Honig ist das beliebteste Produkt der Apitherapie. Apitherapie und Honig werden oft nebeneinander genannt. Honig wird seit Tausenden von Jahren in verschiedenen Gesellschaften zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Untersuchungen zufolge heilt Honig Hautwunden und Verbrennungen schnell und weist gleichzeitig eine antibakterielle Wirkung auf.

Honig wird in der Apitherapie neben der Hauterkrankungen auch gegen Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung wirkt es regulierend auf Magen- und Darmaktivitäten.

Die Apitherapie ist eine wichtige Behandlungsmethode der letzten Jahrhunderte. Heute wird es weiterhin eingesetzt. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verwendung von Honig für das Husten empfiehlt, wird die Forschung an anderen Bienenprodukten fortgeführt. Es wird empfohlen, einen Allergietest durchzuführen, bevor die Bienenprodukte für therapeutische oder Ernährungszwecke verwendet werden.

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